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Die Bergregion ist online
INTERNET
Die Werbegemeinschaften und die Stadtverwaltung bieten den mehr als 300 Vereinen in Königswinter ab sofort einen interaktiven Terminkalender an

Von Holger Willcke

GA_BR_2004

Online surfen: Über die Titelseite des Internetauftritts der Werbegemeinschaften gelangen die Nutzer zum Veranstaltungskalender
FOTO: FRANK HOMANN

KÖNIGSWINTER.
„Vereine ins Internet“ - unter diesem Motto stand am Montagabend eine Informationsveranstaltung der Stadt Königswinter und der Arbeitsgemeinschaft (AG) der Werbegemeinschaften in der Bergregion. Stadt wie AG bieten den mehr als 300 Vereinen in Königswinter eine kostenlose Präsentation aller Veranstaltungen im Internet an. Den Umgang mit diesem neuen Terminkalender erläuterten Bürgermeister Peter Wirtz und der AG-Vorsitzende Christian Harraß mehr als 90 Vereinsvertretern im Foyer der neuen Grundschule in Oberpleis.

"Trauen Sie sich, nutzen Sie das Angebot. Die Eingabe der Termine und die Pflege des Kalenders im Internet ist einfach und leicht verständlich", forderte Harraß die Vereinsvertreter auf. Das Praktische an dem neuen Angebot: Der Terminkalender wird täglich aktualisiert, bietet derzeit einen Überblick bis ins Jahr 2008, und alle stattgefundenen Veranstaltungen werden archiviert.

Über die Adressen www.bergre-gion.com und www.koenigswinter.de gelangen die Nutzer zum Terminkalender. Er ist eingeteilt in Tage, Wochen, Monate und Jahre sowie nach Orten und Veranstaltungsarten. Die Vereine können beim jeweiligen Internetbeauftragten der Werbevereine ein Passwort beantragen, das ihnen für die Eintragung der Veranstaltungen den direkten Zugang zum Terminkalender ermöglicht.

Die Zuteilung eines Passwortes macht laut Harraß aber nur dann Sinn, wenn ein Verein mehrere Veranstaltungen im Jahr anbieten kann. Alle anderen Vereine können über die so genannte „Freie Eingabe" die Aufnahme ihrer Termine in den Kalender beantragen. Diese Eingaben werden von den jeweiligen Internetbeauftragten geprüft und dann sofort in den Kalender eingestellt. Welcher Internet-Fachmann für welchen Verein zuständig ist, erfährt man auf der Internetseite www.bergregion.com.

Auch Firmen haben die Möglichkeit, im Kalender Veranstaltungen anzukünden. Allerdings nur solche Aktionen, die von allgemeinem Interesse sind - also keine reinen Verkaufsveranstaltungen. Radikale Gruppierungen und radikale Parteien haben keine Chance, mit Terminankündigungen aufgenommen zu werden. Sollten sie ihre Veranstaltungen über „Freie Eingabe" ins Netz stellen wollen, so werden sie von den Internetbeauftragten bei der Überprüfung wieder herausgefiltert. „Wir
haben jetzt einen Probelauf von einem Jahr hinter uns. Bislang hat alles geklappt, und wir sind zuversichtlich, dass das auch so weitergeht", hofft Harraß.

Ideengeber für dieses Internetangebot ist Franz Bellinghausen aus Thomasberg. Seit Jahren bastelt der Obstbauer an der Umsetzung. In Christian Kock fanden die Gewerbetreibenden einen Webmaster, der ihnen den Kalender konzipierte. Aber auch die Stadtverwaltung unterstützte das Vorhaben materiell wie ideell. Die Stadt Königswinter hat auch einen Vorteil: Sie muss jetzt nicht mehr alle Vereine anschreiben, um die Termine bitten und einen Kalender drucken lassen. Diese Ära ist vorbei. Auch die Presseorgane in der Region haben einen Nutzen von der Neuerung. Sie können den Terminkalender abrufen, ausdrucken und ins Redaktionsnetz einstellen. „Wenn sich der Umgang mit dem interaktiven Kalender eingespielt hat, könnte es dazu kommen, dass die Vereine keine Pressemitteilungen mehr schreiben müssen", erklärte Harraß.

Die Vereine in der Talregion erhalten allerdings noch kein Passwort. Sie müssen ihre Termine über die „Freie Eingabe" anmelden. „Der Grund dafür ist, dass sich die Gewerbevereine an der Rheinschiene noch nicht entschlossen haben, bei uns mitzumachen. Aber da bewegt sich was", sind sich die Kollegen aus der Bergregion einig.

Quelle: GA_LogoGif vom 15.09.2004



Der Pfarrverband präsentiert sich im Netz
KIRCHE
Neues Internet-Angebot der Pfarreien im Bergbereich

Von Kathrin Giese

GA_Kirche_2004

Kirche im Internet: Christian Kock, Udo Maria Schiffers, Dirk Baumhof, Barbara Gotter und Paul Woelki freuen sich über das Angebot.
FOTO: FRANK HOMANN

KÖNIGSWINTER. Den Beweis, dass sich Kirche und Modernität nicht zwingend fremd sind, kann der Pfarrverband „Königswinter/Am Oelberg" zweifellos antreten. Mit einem gemeinsamen Internetauftritt präsentieren sich die katholischen Kirchengemeinden Oberpleis, Stieldorf, Ittenbach und Thomasberg-Heisterbacherrott seit Sonntag offiziell im World Wide Web, wo sie unter www.kirche-am-oelberg.de zu finden sind.

Mehr als 300 Seiten bieten dem Leser umfangreiche Informationen aus dem kirchlichen Leben. „Der gemeinsame Auftritts soll das Wirken des Pfarrverbandes deutlich machen, dabei aber die Eigenständigkeit der Gemeinden wahren", erklärt Christian Kock von der Firma cktWebDienst aus Thomasberg, der die Internetseite für den Verband erstellte und betreut. Auf der Startseite bilden die Fotos der fünf Kirchen des Pfarrverbandes eine Kreuzform. Durch einen Klick auf eines der Fotos gelangt der Nutzer zu den Seiten der jeweiligen Kirchengemeinde. Sie alle sind im gleichen, übersichtlich gestalteten Design gehalten. Dabei wurde besonders viel Wert auf eine einfache und benutzerfreundliche Navigation gelegt.

Die Internetseite soll als Informationsportal des Pfarrverbandes dienen. Deshalb stehen aktuelle Informationen im Vordergrund. Gottesdienste und Veranstaltungen werden tagesaktuell angezeigt. Ein pflegeleichtes Datenbanksystem ermöglicht es den Gemeinden, selbstständig den Veranstaltungskalender zu aktualisieren und auf besondere Ereignisse hinzuweisen. Die Rubrik „Berichte" informiert über die Aktivitäten der Gemeinde und soll mit der Zeit zu einer Chronik der kirchlichen Arbeit heranwachsen. Auf die einzelnen Kirchen und ihre Geschichte wird ebenfalls detailliert eingegangen.

Umfangreich kann sich der Leser dort zum Beispiel über die Propsteikirche Sankt Pankratius aus dem 13. Jahrhundert oder die Wallfahrtskirche Sankt Judas Thaddäus informieren. Dabei wird der Text durch zahlreiche Farbfotos ergänzt. Besonders anschaulich ist eine virtuelle Kapellenwanderung durch die elf Kapellen der Umgebung.

Wer sich für die Geschichte und Tätigkeiten der Gemeindepfarrer interessiert, findet dazu zahlreiche Berichte, die bis ins Jahr 1805 zurückreichen. Auch den kirchlichen Einrichtungen wie Kindergärten oder Büchereien wurde Platz gewährt. Hier werden die Unterschiede im Angebot der einzelnen Gemeinden deutlich: In Stieldorf gibt es ein Seniorenhaus, in Ittenbach ein Pilgerheim, in Thomasberg-Heisterbacherrott ein Internet-Café und in Oberpleis eine Kolpingfamilie. Die zahlreichen Gremien, Gruppen und Gemeinschaften informieren über ihre vielfältigen Arbeiten und Vorhaben. Ein Serviceteil mit den Kontaktdaten, Fotos und Beschreibungen der Ansprechpartner rundet das Angebot ab.

An dem Konzept und der Verwirklichung der Internetpräsenz wurde seit
Sommer 2002 gearbeitet. Der Pfarrverband und die Pfarrgemeinden haben je einen Internet-Beauftragten benannt. Sie sind die Schnittstelle zwischen dem technischen Fachmann Christian Kock und den Gemeindemitgliedern. Die Beauftragten sammeln Artikel, Fotos und Informationsmaterial und geben es an den Webdesigner weiter, so dass die Internetseiten ständig wachsen. Mit diesem Informationsportal zum kirchlichen Leben der Region hat der Pfarrverband einen vorbildhaften Schritt in die moderne Informationswelt gewagt.

Dank der übersichtlichen Gestaltung soll es auch ungeübten Internetnutzern möglich sein, sich schnell zurecht zu finden. Wenn es besonders schnell gehen soll, hilft die Suchfunktion direkt auf der Startseite.

Die Internetseite ist zu finden unter www.kirche-am-oelberg.de

Quelle: GA_LogoGif vom 27.1.2004